MEIN WARUM: Warum ich heute tue, was ich tue?
Ich war acht, als ich aus dem Zuhause meiner Großeltern auszog. Unser neues Zuhause lag nur zwanzig Autominuten entfernt, für mich war es trotzdem ein großer Einschnitt. Meine Großmutter, bei der ich bis dahin gelebt hatte, war nicht mehr jeden Tag um mich herum. Auch unser Hund blieb zurück. Was Erwachsenen wie eine überschaubare Veränderung erscheinen mag, kann für ein Kind die ganze vertraute Welt durcheinanderbringen.
Es blieb nicht bei diesem einen Umzug. Später ging ich aus Polen nach Deutschland, wechselte mehrfach den Wohnort und musste mich immer wieder auf neue Menschen und Lebenssituationen einstellen. Vieles davon habe ich selbst gewählt, manches war schwierig.
Rückblickend gibt es für mich keinen einzelnen Moment, in dem ich plötzlich verstanden hätte, was ich mit meinem Leben anfangen will. Mein Weg ist über viele Jahre entstanden, mit Entscheidungen, Umwegen und Erfahrungen, die sich erst im Nachhinein miteinander verbinden lassen.
Hallo, ich bin Kasia Hübner
Resilienz-Expertin, Systemische Mental Business & Leadership Coach, Unternehmensberaterin
Als Spezialistin für resiliente Persönlichkeisentwicklung und wertschätzende Führungskultur zeige ich Dir, wie Du Deine Arbeits- und Lebensqualität im stressigen Businessalltag verbesserst.
Hier auf meinem BLOG findest Du Impulse über Business Resilienz, wertschätzende Führungskultur und eine gesunde Arbeitsweise.
Leistung, Verantwortung und die Freude, etwas zu bewegen
Als große Schwester und sehr gute Schülerin war ich früh selbstständig. Meine Mutter war erst 18, als sie ungeplant mit mir schwanger wurde. Ich wollte es anderen leicht machen, zuverlässig sein und meinen Teil dazu beitragen, dass alles gut läuft. Zugleich habe ich gern gelernt, mir etwas zugetraut und eigene Ziele verfolgt. Leistung war für mich immer auch mit Freude, Neugier und dem Gefühl verbunden, etwas aus eigener Kraft erreichen zu können.
Diesen Antrieb habe ich mir bewahrt. Ich mag es, mich in anspruchsvolle Aufgaben einzuarbeiten, Verantwortung zu übernehmen und zu sehen, wie aus einer Idee etwas Konkretes wird. Das hat mich durch mein Studium, internationale Projekte und später durch die Arbeit in der Führungskräfteentwicklung getragen.
Eine weitere Seite von mir war schon früh da: Ich beobachte Menschen sehr genau. Mich interessieren die Zwischentöne, das, was in Gesprächen offen gesagt wird, und das, was unausgesprochen im Raum steht. Spannungen in Gruppen, unterschiedliche Erwartungen oder die Wirkung einer scheinbar beiläufigen Bemerkung fallen mir oft schnell auf.
In meiner heutigen Arbeit ist dieses Gespür besonders wertvoll, weil es hilft, Fragen zu stellen, die unter die Oberfläche führen.
Wenn der eigene Einsatz auf Grenzen trifft
1998 verbrachte ich während meines Studiums drei Monate in Ecuador. 2006 ging ich für sechs Wochen nach Südafrika, als es beruflich und privat schwierig war. Beide Aufenthalte gaben mir Abstand vom gewohnten Alltag und die Gelegenheit, die eigene Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
2007 machte ich mich zum ersten Mal selbstständig in Deutschland. Kurz darauf kam die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise. 2012 wurde ich Mutter, seit 2013 baute ich gemeinsam mit meinem Mann zusätzlich ein Unternehmen auf, und einige Jahre später stellte die Pandemie vieles erneut infrage.
Wer selbst Verantwortung für ein Geschäft trägt, kennt solche Phasen: Man muss entscheiden, obwohl noch nicht alle Informationen vorliegen. Man plant und weiß zugleich, dass sich die Bedingungen morgen ändern können. Das verlangt Energie, Anpassungsfähigkeit und manchmal auch die Bereitschaft, einen eingeschlagenen Weg zu korrigieren.
Ich habe dabei erfahren, wie viel Eigeninitiative, Ausdauer und Leistungsbereitschaft ermöglichen. Ich kenne allerdings auch die andere Seite: Phasen, in denen die eigenen Fähigkeiten kaum gefragt sind, Entwicklungsmöglichkeiten fehlen oder schwierige zwischenmenschliche Beziehungen Kraft kosten. Gerade das hat meinen Blick auf Arbeit verändert. Ein Mensch kann motiviert und kompetent sein und trotzdem zunehmend an Energie verlieren, wenn er dauerhaft unter Bedingungen arbeitet, die ihn ausbremsen.
Vielleicht kennst du das aus deinem eigenen Arbeitsalltag: Jemand übernimmt Verantwortung, bekommt aber keine Entscheidungsspielräume. Ein Team soll schnell liefern, obwohl die Prioritäten ständig wechseln. Oder ein Konflikt bleibt lange unausgesprochen und beschäftigt irgendwann alle stärker als die eigentliche Aufgabe.
In solchen Situationen hilft es wenig, ausschließlich an der persönlichen Belastbarkeit zu arbeiten. Es lohnt sich ebenso zu fragen, was im System, in der Zusammenarbeit oder in den Abläufen verändert werden kann.
Was mich an Menschen und Führung bis heute beschäftigt
Über viele Jahre habe ich mit Führungskräften, Teams und Menschen in unterschiedlichen beruflichen Kontexten gearbeitet.
Dabei begegnet mir immer wieder dieselbe spannende Frage: Warum reagieren Menschen auf vergleichbare Anforderungen so unterschiedlich?
Was für die eine Person eine willkommene Herausforderung ist, löst bei einer anderen starken Druck aus. Erfahrungen, Erwartungen, eigene Antreiber und das soziale Umfeld spielen dabei zusammen.
Wer seine Muster besser versteht, kann bewusster handeln. Eine Führungskraft, die merkt, dass sie unter Zeitdruck alles selbst kontrollieren möchte, kann prüfen, ob sie ihrem Team damit tatsächlich hilft. Wer erkennt, dass er Konflikten ausweicht, kann lernen, schwierige Gespräche früher zu führen. Und wer wahrnimmt, wie sehr die eigene Stimmung auf andere wirkt, kann auch in angespannten Situationen aufmerksamer kommunizieren. Solche Veränderungen können Beziehungen verbessern, Entscheidungen erleichtern und im Alltag viel unnötige Reibung reduzieren.
Dabei gibt es selten das eine richtige Rezept. Führung ist voller Widersprüche: Menschen brauchen Orientierung und gleichzeitig Freiraum. Eine Entscheidung muss manchmal schnell getroffen werden, obwohl wichtige Informationen fehlen. Rücksicht auf einzelne Menschen kann mit den Anforderungen des gesamten Teams kollidieren. Ich verstehe gut, warum man sich gerade unter Druck eine klare Antwort wünscht. In der Praxis kommt es häufig darauf an, die Situation sorgfältig einzuordnen, verschiedene Perspektiven ernst zu nehmen und dann eine begründete Entscheidung zu treffen.
Mich interessiert deshalb auch, welche Bedingungen Führungskräfte für andere schaffen. Werden Erwartungen geklärt? Können Menschen ihre Stärken einbringen? Ist es möglich, Fehler anzusprechen und aus ihnen zu lernen? Wie wird mit Konflikten, Belastung und Veränderungen umgegangen?
Die Antworten darauf prägen, ob ein Team seine Energie für die Arbeit einsetzen kann oder einen großen Teil davon in Unsicherheit und Abstimmung verliert.
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Unter Druck handlungsfähig bleiben
Druck, Unsicherheit und Ungewissheit lassen sich aus dem Berufsleben kaum wegdenken. Besonders in verantwortlichen Positionen gehört es dazu, mit widersprüchlichen Interessen, offenen Fragen und Entscheidungen unter Zeitdruck umzugehen. Die entscheidende Frage ist für mich, wie wir dabei mit uns selbst und anderen umgehen und was uns hilft, langfristig leistungsfähig und gesund zu bleiben.
Persönliche Resilienz spielt dabei eine wichtige Rolle: die eigenen Reaktionen kennen, mit Belastungen umgehen, Unterstützung nutzen und nach Rückschlägen wieder Orientierung finden. Gleichzeitig hat Resilienz eine soziale und organisatorische Seite. Wenn Verantwortung unklar verteilt ist, Entscheidungen immer wieder vertagt werden oder Menschen sich nicht trauen, Probleme anzusprechen, entsteht zusätzlicher Druck. Führungskräfte können solche Bedingungen beeinflussen, auch wenn sie längst nicht alles in der Hand haben.
Wie eng Entwicklung, Leistung und Erholung zusammenhängen, sehe ich übrigens auch bei meinem Sohn, der Leichtathletik betreibt. Training bedeutet Einsatz und manchmal Frustration. Fortschritte brauchen aber ebenso Zeit, Regeneration und Menschen, die unterstützen. Natürlich ist ein Sportplatz kein Unternehmen. Die Beobachtung erinnert mich trotzdem daran, wie wenig sinnvoll es wäre, Leistung nur daran zu messen, wie viel jemand gerade aushält.
Warum ich diese Arbeit mache
Ich begleite Menschen gern dabei, sich selbst besser zu verstehen, ihre Möglichkeiten zu erweitern und ihren eigenen Weg zu finden. Besonders interessiert mich, was passiert, wenn jemand eine vertraute Situation plötzlich anders betrachten kann: die eigene Reaktion auf Kritik versteht, ein festgefahrenes Gespräch neu angeht oder merkt, welche Veränderung im Team tatsächlich in seinem Einflussbereich liegt. Das sind oft sehr konkrete Schritte, die im Alltag einen Unterschied machen.
Meine Erfahrung aus Coaching, Führungskräfteentwicklung, internationalen Projekten und Organisationsentwicklung bringe ich dabei ebenso ein wie mein Gespür für Menschen und Dynamiken. Ich möchte mit meinen Gesprächspartnern genau hinschauen, Zusammenhänge erkennen und Lösungen entwickeln, die zu ihrer Situation passen. Dazu gehört für mich, individuelle Verantwortung ernst zu nehmen und zugleich die Arbeitsbedingungen im Blick zu behalten.
Wenn du selbst führst oder ein Unternehmen leitest, könnten dich ähnliche Fragen beschäftigen: Was treibt mich an, und wann setzt mich mein eigener Anspruch unnötig unter Druck? Welche meiner Gewohnheiten helfen mir in schwierigen Situationen, welche erschweren die Zusammenarbeit? Und was kann ich in meinem Verantwortungsbereich verändern, damit Menschen ihre Fähigkeiten einbringen und auch auf längere Sicht gut arbeiten können?
Diese Fragen begleiten mich seit vielen Jahren. Sie verbinden meine persönliche Geschichte mit dem, was ich heute beruflich tue: Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und gemeinsam genauer hinzuschauen, wie wir unter Druck entscheiden, zusammenarbeiten und gesund leistungsfähig bleiben können.
Über diese Themen schreibe ich auch in meinem Resilient LeaderShift Letter. Wenn dich solche Fragen im Führungsalltag beschäftigen, kannst du dort weiterlesen.
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Wichtige HINWEISE für DICH:
Meine Strategien sind nur Ideen und Impulse, damit Du Dich inspirieren lassen kannst.
Sie ersetzen weder einen professionellen Check beim Facharzt noch eine Therapie.
Wenn ich beispielsweise von KUNDEN, KLIENTEN oder MITARBEITERN spreche, sind damit MENSCHEN aller GESCHLECHTER und IDENTITÄTEN gemeint.
Alle Namen und alle dargestellten Fälle wurden zu Illustrationszwecken verändert.
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